Mehrere Schweizer Kantone erproben den Einsatz von KI-Systemen in der öffentlichen Verwaltung. Die Pilotprojekte reichen von automatisierter Dokumentenverarbeitung bis zur KI-gestützten Bearbeitung von Einsprachen. Die Ergebnisse sind vielversprechend – doch Datenschutzexperten und Juristen warnen vor einem zu schnellen Rollout.
Pilotprojekte im Überblick
Kanton Zürich setzt KI ein, um Baugesuche vorzuprüfen. Das System kann einfache Fälle innerhalb von Minuten bearbeiten, was die Bearbeitungszeit von durchschnittlich drei Monaten auf wenige Tage reduzieren könnte. Kanton Bern testet KI-Unterstützung bei der Bearbeitung von Sozialhilfeanträgen.
Datenschutz als zentrale Herausforderung
Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat Richtlinien für den Einsatz von KI in Behörden herausgegeben. Kernforderung: Entscheide mit erheblicher Auswirkung auf Betroffene müssen stets von Menschen überprüft werden. Vollautomatisierte Entscheide sind unzulässig.
Ausblick
Bis 2027 plant der Bund eine nationale Strategie für KI in der öffentlichen Verwaltung. Sie soll einheitliche Standards setzen und den Kantonen einen Rahmen für den sicheren Einsatz von KI bieten. Das Potenzial ist gross – die Implementierung muss jedoch sorgfältig und transparent geschehen.