Der Bundesrat hat heute eine weitreichende Überarbeitung der Energiestrategie 2050 bekanntgegeben. Im Zentrum stehen der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien sowie die schrittweise Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern bis 2040.
Kernpunkte der neuen Strategie
Die Strategie sieht vor, den Anteil der Solarenergie am Gesamtstromverbrauch bis 2035 auf 40 Prozent zu steigern. Gleichzeitig sollen die Rahmenbedingungen für private Solaranlagen deutlich vereinfacht werden. Bewilligungsverfahren sollen künftig innerhalb von 30 Tagen abgeschlossen werden.
Reaktionen aus der Politik
Die Reaktionen aus dem Parlament sind gemischt. Während Grüne und SP die Strategie als «überfälligen Schritt» begrüssen, kritisiert die SVP die geplanten Investitionskosten in der Höhe von rund 15 Milliarden Franken. Die FDP fordert mehr Technologieneutralität und lehnt staatliche Subventionen für bestimmte Energieformen ab.
Zeitplan und Umsetzung
Der Fahrplan sieht eine schrittweise Umsetzung bis 2040 vor. Zunächst sollen die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden, bevor ab 2027 konkrete Förderprogramme anlaufen. Kantone erhalten dabei einen grossen Spielraum bei der regionalen Umsetzung.